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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Marinette basiert auf der biographischen Geschichte der französischen Fußballspielerin Marinette Pichon, die eine Vorreiterin in der Geschichte des französischen Fußballs war und immer noch ein Vorbild für viele junge Sportlerinnen ist. Bereits mit fünf Jahren wurde Marinette entdeckt und wurde zu ersten französischen Spielerin, die in den USA Karriere machte. Der Film erzählt von ihrem Aufstieg in der männerdominierten Industrie und von ihrer Flucht aus einem zerrütteten Zuhause.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Während Männerfußball auf der ganzen Welt gefeiert wird, haben Frauen es immer noch deutlich schwieriger in dieser von Männern dominierten Welt Fuß zu fassen und müssen sich ihren Platz im Rampenlicht sogar regelrecht erkämpfen. Deswegen ist die wahre Geschichte der französischen Fußballspielerin Marinette Pichon, die in diesem Film festgehalten wird, ein echter Schatz von unermesslicher Bedeutung, weil er so vielen jungen Mädchen und Frauen, die Hoffnung gibt, dass sie es in der harten Fußballwelt schaffen können und womöglich sogar selbst Profifußballerinnen werden. Marinette ebnete den Weg für Fußballspielerinnen auf der ganzen Welt, indem sie unbeirrt weiterkämpfte und das tat sie in einer Zeit, in der es Frauenfußball noch deutlich schwieriger hatte, als heute. Marinette wurde bereits im Alter von fünf Jahren entdeckt und durfte dank einer Sondergenehmigung bis zu ihrem 16 Lebensjahr in einer Jungenmannschaft Fußball spielen. Seit sie die Jungenmannschaft verlassen hatte, war sowohl ihr Privatleben als auch ihre Fußballkarriere von einigen Höhen und Tiefen gekennzeichnet.

Die Erwachsene Marinette Pichon wird hier von der Schauspielerin Garance Marillier (Raw) verkörpert, die eine exzellente Darbietung abliefert. Sie hat selbst viele Jahre Fußball gespielt und das war wohl auch der ausschlaggebende Punkt, der sie für diese Rolle prädestinierte. Die Regisseurin Virginie Verrier (À 2 heures de Paris) stand vor der Wahl, entweder eine professionelle Fußballspielerin zu engagieren und ihr beizubringen, wie man schauspielert oder eine Schauspielerin zu casten, die Fußball spielen kann. Sie hat sich für die zweite Option entschieden und das war definitiv die richtige Entscheidung, weil das Drama weitaus mehr erfordert als nur Fußball zu spielen. Die Jugend von Marinette Pichon wurde von einigen traumatischen Ereignissen überschattet, weil ihr Vater ein alkoholkrankes gewalttätiges Monster war und Fußball war für sie der einzige Ausweg. Garance Marillier schafft es mit Leichtigkeit sowohl die grenzenlose Begeisterung für Fußball als auch die Wut, Traurigkeit, Enttäuschung und Abscheu ihrem Vater gegenüber darzustellen, sodass man sich voll und ganz auf das Geschehen einlassen und sich mit der jungen Sportlerin sofort identifizieren kann. Sie ist jung, sie ist stark und sie will es der ganzen Welt zeigen. All den Zweiflern, die geglaubt haben, dass sie es nicht schaffen kann, weil sie aus einer sozialen Unterschicht kommt.

Marinettes Geschichte ist großartig inszeniert und mit ausdrucksstarker Musik unterliegt, die hervorragend zu den emotionalen Szenen passt, die sich in unterschiedlichen Lebensbereichen von Marinette abspielen. Dabei ist die Darstellung des Privatlebens und der Fußballkarriere stets ausgewogen, sodass man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, dass das familiäre Drama zu sehr ausgeschlachtet wird. Unaufdringlich, doch intensiv zugleich richtet sich das Augenmerk auf viele relevante Aspekte wie Alkoholismus, Gewalt in der Familie, Misshandlungen in der Beziehung und Mobbing unter Spielerinnen. Trotz all der negativen Ereignisse in Marinettes Leben lässt man das wichtige Fußballthema nie außer Acht und bleibt am Ball, während sie einige Rekorde aufstellt und Preise gewinnt. Marinette ist in die Geschichte eingegangen als die erste Französin, die einen Profivertrag in den USA hatte. Sie erzielte in ihrer Karriere 300 Tore. Sie ist die beste Torschützerin in der Geschichte des französischen Fußballs, sogar im Vergleich zu den Männern. Bis 2020 hielt sie in der französischen Nationalmannschaft den Rekord mit 81 Toren in 112 Länderspielen.

Trotz des ganzen Erfolges musste Marinette auch im beruflichen Bereich einige Rückschläge einstecken und mit dem Drama begibt man sich auf eine emotionale Reise, die einer Achterbahnfahrt gleicht. Durch ständiges Auf und Ab lässt man sich augenblicklich mitreißen und fiebert mit Marinette die ganze Zeit mit, während sie nicht nur für sich selbst den Berggipfel des Erfolges erklimmt, sondern für all die Fußballspielerinnen auf der ganzen Welt. Das Traurige an der ganzen Sache ist, dass in Frankreich immer noch nicht alle Fußballerinnen den Status als Berufssportlerinnen haben, obwohl ihnen das Gleiche abverlangt wird wie den männlichen Fußballprofis. Während die Männer sich voll und ganz auf ihr Spiel konzentrieren können und ständig trainieren dürfen, müssen einige Fußballerinnen nebenbei arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten und am Fußballplatz wird ihnen alles abverlangt, als würden sie nichts anderes tun, als Fußball zu spielen.

Marinette Pichon sprach diese Thematik bereits während ihrer aktiven Fußballzeit an und verlangte mit Nachdruck, dass Fußballspielerinnen der Profistatus zuteilwird und sie die gleichen Bedingungen haben wie die Männer. Wie jeder weiß, ist in diesem Bereich immer noch viel Luft nach oben, obwohl sich dank Marinette Pichon natürlich einiges im Bereich des Frauenfußballs getan hatte. Sie ist ein Vorbild und Inspiration für viele Frauen und die Hauptdarstellerin Garance Marillier schafft es, ihr Wesen mit Bravour einzufangen und den Zuschauern nahezubringen. Es gibt noch einen Grund, warum Marinette eine Vorbildfunktion innehat und das ist die Tatsache, dass sie so offen mit ihrer Homosexualität umgeht und das ist gerade in Fußballkreisen nicht immer selbstverständlich. Darum inspiriert Marinette die Menschen auch außerhalb des Fußballfeldes zu sich selbst zu stehen und das ist großartig! Und dank des Dramas Marinette erfährt die ganze Welt, was für eine bemerkenswerte Persönlichkeit Marinette Pichot ist.

Fazit

Eine mitreißende wahre Geschichte der Fußballspielerin Marinette Pichon, die eine entscheidende Rolle in der Geschichte des französischen Fußballs spielte. „Marinette“ ist eine emotionale Achterbahnfahrt, die einen spannenden Einblick in den Frauenfußball bietet, aber auch in das persönliche Leben von Marinette Pichon, das von vielen tragischen Ereignissen überschattet war. Trotz allem kämpfte sie sich nach oben und dank der großartigen Inszenierung und der emotionalen Darbietung von Garance Marillier hat man den Eindruck, hautnah dabei zu sein und Marinette Pichot persönlich zu kennen.  

Kritik: Yuliya Mieland

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