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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Los Angeles, 1974: Max Barber (Robert DeNiro) ist Hollywood-Produzent mit Leib und Seele. Für seine geliebten Low-Budget-Filme würde der gewiefte Geschäftsführer der Miracle Motion Pictures alles tun. Doch leider lässt der große Erfolg auf sich warten. Als sein letzter Film, den er gemeinsam mit seinem Neffen Walter (Zach Braff) produziert hat, von der katholischen Kirche boykottiert wird, hat er ein Problem: Sein Mafia-Finanzier Reggie Fontaine (Morgan Freeman) will das geliehene Geld zurück und stellt Max ein Ultimatum. Durch einen irrwitzigen Zufall kommt Max die zündende Idee: Beim Dreh seines nächsten Filmes will er den Hauptdarsteller um die Ecke bringen und mit der ausbezahlten Versicherungssumme seine Schulden begleichen. Allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass sein Star, der abgehalfterte ehemalige Western-Darsteller Duke Montana (Tommy Lee Jones), einfach nicht totzukriegen ist. Max bringt Duke in immer gewagtere Situationen, doch dieser überlebt einen Stunt nach dem anderen. Und dabei nehmen die Dreharbeiten plötzlich eine Wendung, mit der keiner gerechnet hat…

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Filme, die das Filmemachen zelebrieren oder zumindest einen Blick hinter den Produktionsvorhang gewähren, scheinen beim Kinopublikum oftmals eine gewisse Faszination hervorzurufen. Egal ob auf komödiantische Art wie bei Living in Oblivion, als Ode an die Stummfilmära in The Artist oder in gesonderter Form als historisches Drama in Argo. Und wenn beispielsweise Quentin Tarantino eine Geschichte über einen desillusionierten Schauspieler im Hollywood der späten 1960er Jahre erzählt, dann kann die Story neben einer Handvoll A-Lister und ein paar schönen Bildern auch mal in den Hintergrund geraten. Doch nicht jeder Filmschaffende genießt den Komfort wie der Once Upon a Time… in Hollywood-Regisseur. Drum muss sich manch anderer Filmemacher eine gewiefte Idee einfallen lassen, um die alte Traumfabrik wieder zum Leben zu erwecken.

Einem solchen Vorhaben hat sich Regisseur und Drehbuchautor George Gallo mit Kings of Hollywood angenommen. Einem ketzerischen Ritt durch das Hollywood der 1970er Jahre, besetzt mit den drei Oscarpreisträgern Robert De Niro (Taxi Driver), Morgan Freeman (Die Verurteilten) und Tommy Lee Jones (Der Klient). Zwei erfolglose Filmproduzenten stehen kurz vor dem Bankrott und verstricken sich in ein illegales Geschäft mit einem Gangsterboss. Um eine satte Versicherungssummer abzugreifen und den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, versucht einer der beiden Produzenten den Kopf aus der Schlinge zu ziehen, indem er den Hauptdarsteller seines nächsten Films umzubringen versucht. Auch wenn Kings of Hollywood ein Remake von Harry Hurwitz‘The Comeback Trail ist, bietet diese morbide Idee genügend Spielraum, um eine frische, bitterböse Satire auf die Leinwand zu bringen.

Was Gallo jedoch aus dem Potential dieser Idee macht, erweist sich als lauwarmes Wohlfühlkino mit fadenscheiniger Moralpredigt. Auf der einen Seite führen die Kings of Hollywood das Publikum durch ein paar schöne Setpieces, die zum Schauplatz mit doppeltem Boden werden, wenn Max Barber immer wieder versucht die Filmsets zu Ungunsten seiner Darstellers Duke Montana zu manipulieren, gleichzeitig ist dieses Vorhaben ausstaffiert mit flachen Gags und billigen Effekten. Genießt das Publikum in einem Moment das nostalgische Abtauchen in längst vergangene Tage  und erfreut sich an der Leidenschaft, die das Filmemachen früher ausmachte, reißen miese Altherrenwitze oder ein durch die Luft wirbelnder De Niro-Stuntman das Publikum wieder aus dieser anheimelnden Trance.   

De Niro und Jones zeigen dabei zwar, dass sie noch die notwendige Inbrunst in sich tragen, um schrille Quatschköpfe mit teils ernsten Problemen verkörpern zu können, doch letzten Endes liefert das Drehbuch ihnen nicht viel mehr als ein Mashup von Karikaturen einstiger Leinwand-Stereotypen, die schließlich zu bloßen Schablonen verblassen. Noch vor dem dritten Akt geht der anfangs so konsequenten Satire die Puste aus und verläuft sich irgendwo zwischen den verschiedenen Punkten der Agenda, die der Film im Verlauf der 104 minütigen Laufzeit aufschnappt. Was die Kings of Hollywood letztendlich liefern, ist eine Blödelbarden-Party, die für genauso viele Schmunzler wie auch Seufzer sorgt. Nicht mehr und nicht weniger.

Fazit

"Kings of Hollywood" ist eine platte Satire, die hin und wieder ein Gefühl des Wohlwollens hervorruft und ein abstruses und vor allem in Nostalgie getränktes Bild vom Hollywood der 1970er Jahre zeichnet. Am Ende des Tages ist der Streifen allerdings nicht das cineastische Comeback, für das es seine schrillen Figuren halten.

Autor: Oliver Koch

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