Der verträumte Soundtrack, der einlullende Erzählfluss und die geruhsame Bildsprache tränken Gabriel Mascaro eigenwillige Melange aus Gesellschaftssatire, Altersdrama und Fabel in eine einschläfernde Langsamkeit. Wenn einen etwas wachhält, ist es Denise Weinbergs schnörkellose Verkörperung einer untypischen Heldin, die lernt, dass es für eine Neuausrichtung nie zu spät ist. Diese versöhnliche Message verblasst gegenüber den systempolitischen Spitzen gegen Altersdiskriminierung, Bürokratismus und Gestenpolitik. So charmant einige der Ideen klingen, so frustrierend unterentwickelt gestaltet sich deren dramaturgische Ausarbeitung.
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