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Gestern Gerücht, heute Realität: Amazon kauft Hollywood-Traditionsstudio MGM auf

DomKarnage

Von DomKarnage

Quelle: The Verge
Bildnachweis: © MGM | Firmenlogo von Metro-Goldwyn-Meyer

Was bis gestern nur ein Gerücht schien, das sich zwar schon über mehrere Wochen hielt und von dem wir euch erst kürzlich berichtet haben (mehr dazu hier), ist nunmehr plötzlich Realität geworden. 

Denn wie diverse US-Medien berichten, hat der Versandriese Amazon das angeschlagene Studio Metro-Goldwyn-Meyer (MGM) nun tatsächlich für eine Summe von 8,45 Milliarden US-Dollar aufgekauft. Damit erhält man nun laut den Angaben Zugriff auf ein Portfolio von schätzungsweise rund 4000 Filmen sowie geschätzten 17.000 Stunden an TV-Serien. Dazu zählen allem voran die komplette James-Bond-Reihe, Kultfranchises wie Rocky, RoboCop, Die Addams Family, Poltergeist, Bill & Ted oder 21 Jump Street. Bei Serien reicht die Bandbreite von Quotenhits wie The Handmaid's Tale, Fargo und Vikings bis hin zu Stargate, Teen Wolf und unzähligen anderen. Mike Hopkins, Senior Vice President von Amazon Video und Amazon Studios, äußerte sich in einem Statement folgendermaßen:

"Der wahre finanzielle Wert hinter diesem Deal ist die Schatztruhe an Marken im tiefen Katalog, die wir planen neu zu gestalten und zu entwickeln mit MGM's talentiertem Team. Es ist sehr aufregend und bietet uns so viele Möglichkeiten für hochwertiges Storytelling."

Mit MGM eignet sich Amazon eines der ältesten Traditionsstudios überhaupt an. 1924 als Zusammenschluss der Metro Pictures Corporation, Goldwyn Picture Corporation und Louis B. Mayer Pictures gegründet, schickte man sich an, dem damaligen Hollywood-Platzhirsch Paramount Pictures den Kampf anzusagen. MGM stand mit seinen Filmen vorrangig für klassische konservative Familienwerte, in die sich nur eher sporadisch kritische Untertöne einschlichen. Die Blütezeit in sowohl künstlerischer als auch wirtschaftlicher Hinsicht erlebte das Studio zwar vor allem eher in den Vierziger Jahren, aber auch darüber hinaus brachte man im Laufe von fast 100 Jahren Unternehmensgeschichte zeitlose Klassiker und Meilensteine wie Ben Hur, Doktor Schiwago und 2001: Odyssee im Weltraum hervor.

Vor allem aber mit der Jahrtausendwende und insbesondere in den Nullerjahren galt MGM immer wieder als Wackelkandidat in Hollywood, was dafür sorgte, dass z.B. Filme wie James Bond 007 - Skyfall oder aber Peter Jacksons Verfilmung von Der Hobbit sich immer wieder verzögerten und schließlich darin gipfelte, dass man bereits 2010 Insolvenz anmelden und infolge dessen eine Fusion mit Spyglass Entertainment vollziehen musste. Somit dürfte nun Cash Truck, das kommende Remake von Guy Ritchie, womöglich der allerletzte Film gewesen sein, den MGM noch traditionell veröffentlichte. James Bond 007 - Keine Zeit zu sterben dürfte als Kooperation mit Universal aber auch unter Amazon und angesichts wiederöffender Kinos nach wie vor einen Leinwandrelease bekommen.

Eure Gedanken dazu?

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