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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Ein Anwalt lernt eine Lektion in Empathie, als er vor der fast unmöglichen Aufgabe steht, herauszufinden, wie Familien entschädigt werden können, die durch die Anschläge vom 11. September 2001 unkalkulierbare Verluste erlitten haben.Nach einer wahren Begebenheit.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Über zwanzig Jahre sind die Terroranschläge des 11. Septembers bereits her, dennoch sind die Schreckensbilder auch heute noch präsent in all unseren Köpfen. Sage und Schreibe 2977 Menschen sind dabei ums Leben gekommen, viele weitere wurden verletzt. Über die Ereignisse wurde viel berichtet, auch filmisch wurde das Thema häufig aufbereitet. Was dabei häufig zu kurz kommt, ist die Frage nach der erfolgten Kompensation: Wie wurden die Hinterbliebenen eigentlich entschädigt? Welche Schwierigkeiten ergaben sich dabei? Und wie viel ist ein Menschenleben denn eigentlich wert? Diesen Fragen geht Regisseurin Sara Colangelo (The Kindergarten Teacher) in ihrem auf wahren Begebenheiten beruhenden Drama Der Fall 9/11 - Was ist ein Leben wert? (OT: Worth) nach.

Man sollte meinen, dass eine Entschädigung schnell und einfach über die Bühne gehen könnte und sollte. Doch Der Fall 9/11 - Was ist ein Leben wert?zeigt, wie mühselig der Weg dorthin über einen Zeitraum von rund zwei Jahren verlief. Der Anwalt Ken Feinberg (stark gespielt von Michael Keaton, Birdman) nahm sich der Aufgabe an eine Formel zu entwickeln, nach der bestimmt werden soll, wer wie viel Geld erhalten soll. Ziel war, damit mindestens 80 % der Berechtigten zufriedenzustellen, um so eine Sammelklage gegen die Fluggesellschaften American Airlines und United Airlines abgewenden, die die ganze Wirtschaft gelähmt hätte. Doch wie erstellt man eine Formel, die jedes Opfer fair bewertet? Wird für jeden Verstorbenen der gleiche Betrag ausgezahlt, oder war das Leben eines CEOs mehr wert als das eines Tellerwäschers? Geht man an die Sache rational heran, oder lässt man sich von seinen Emotionen leiten? Und wie geht man mit all den Sonderfällen um, beispielsweise gleichgeschlechtlicher Partner, die laut Gesetz gar nicht berücksichtigt werden sollten?

Es sind spannende Fragen, die hier immer wieder aufgeworfen werden und dafür sorgen, dass Der Fall 9/11 - Was ist ein Leben wert? durchgehend interessant bleibt, auch wenn es hin und wieder mal zu kleineren Längen kommt, die aus den vielen Nebensträngen resultieren. Die aufgeführten Schicksale gehen erwartungsgemäß nah, ohne dass der Film dabei zu sehr auf die Tränendrüse drückt oder ins Kitschige abdriftet. Alles in wohldosiertem Maße, ohne es zu übertreiben, um nicht an Seriosität einzubüßen. Auch Kritik am System wird hier laut, das echte Fairness erschwert und die Gier mancher Menschen verdeutlicht.

Der Fall 9/11 - Was ist ein Leben wert? zeigt, welche Hürden überwunden werden mussten, welche Kräfte dagegen wirkten und wie ein Anwalt sich selbst grundlegend ändern musste, damit er den Weg zum Ziel finden konnte. Highlights der Handlung sind übrigens die Zusammentreffen von Ken Feinberg mit dem Hinterbliebenen Charles Wolf (ebenfalls klasse: Stanley Tucci, Spotlight). Hier stoßen zwei unterschiedliche Denkweisen aufeinander, die zu aufregenden Konflikten führen, obwohl beide Charaktere eigentlich das Richtige wollen. Schade, dass die beiden nicht mehr gemeinsame Szenen haben, es bleibt bei seltenen Momenten.

Fazit

Packendes Drama, das sich mit der schwierigen Frage befasst, wie viel ein Menschenleben wert ist. Für die Hinterbliebenen der Terroranschläge des 11. Septembers ist die richtige Antwort alles andere als eindeutig. Starke Performances, allen voran von Michael Keaton und Stanley Tucci, werten "Der Fall 9/11 - Was ist ein Leben wert?" zusätzlich auf.

Autor: Sebastian Stumbek

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