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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Maxine, die einzige Überlebende der blutigen Vorfälle von "X", setzt ihren Weg zum Ruhm als Schauspielerin im Los Angeles der 1980er Jahre fort.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Das wiederholt beschworene Mantra „I will not accept a life I do not deserve“ als Motivation eines puritanischen Priester-Vaters, der mit diesem Satz seine Tochter zu einem reinlichen Leben, unbefleckt von dem Schmutz und der Sünde der Menschheit erziehen will, gibt ein wenig Aufschluss darüber, was sich aus Ti Wests (The House of the Devil) X-Trilogie inhaltlich holen lässt, verkörpert der Satz, und noch mehr wie er verstanden wird, doch die Essenz seiner inzwischen dritten filmischen Huldigung an die andere Seite der Traumfabrik. Wie das Publikum des vorangegangenen X bereits weiß, interpretiert aufstrebendes Starlet Maxine (Mia Goth, Suspiria), die einzig Überlebende des Texas Porn Masscare, diese versuchte Errettung als kapitalistische Motivation, jede Sünde zu erdulden, wenn im Gegenzug Glanz und Glamour warten. Maxine, wie wir ebenfalls wissen, hat den X-Factor und muss diesen nur noch in der verruchten Welt von Los Angeles des Jahres 1985 ausspielen. Ihre Gegenspielerin und Alternativversion aus dem Vorgänger, die alternde Mörderin Pearl, wie wir aus ihrem Spin-Off erfuhren, hatte diesen nicht. Es war dieser hoffnungslose Fatalismus des Showgeschäfts, den Ti West im Zusammenspiel seiner beiden Vorgänger entlarvte: Die meisten „verdienen“ eben tatsächlich ein inakzeptables Leben. Es macht daher nur Sinn das Wests Trilogie nun im kapitalistischen Herzen des bewegten Bildes ankommt. Während X und Pearl eine nahezu perfekte Symbiose ergeben, fühlt sich MaXXXine sowohl deutlich zielloser an und sucht zwischen 80er Sleazefest and Showbusiness-Abrechnung sehr nach eigener Identität, fühlt sich aber auch weites gehend auch befreiter an.

Nachdem das ehemalige Porno-Sternchen eine Rolle in dem heiß erwarteten „The Puritan II“ (eine Kino-Parodie auf Arthur Hillers Fernsehfilm The Crucible) ergattert hat, sieht sich Maxine bereits als die neue Jamie Lee Curtis oder die neue Brooke Shields, also, A-List Schauspielerinnen, die ihren Durchbruch in Horrorfilmen hatten, wie ihr Mitbewohner, der Videothekar Leon (Moses Sumney, The Idol) anmerkt. Mit, von Mia Goth erneut spektakulär verkörperten, inbrünstig explosiver, Energie ausgestattet zieht Maxine durch die schmierigen Studiogelände und dreckigen Gassen von L.A., noch unwissend das es jemand auf sie abgesehen hat: Ist es etwa der berühmte Night Stalker, der, basierend auf einer realen Mordserie, jungen Frauen auf dem Weg nach Hause auflauert? Oder reichen die Verbindungen tiefer? Auf Fragen wie diesen erbaut sich das Grundgerüst an Spannung in MaXXXine, das Suchen nach einer finalen Enthüllung ergibt sich, wie bereits in den beiden Vorgänger mehr als Genre-Motiv, den als genuiner Spannungsbogen. Im Falle der breit gefächerten Zitate an Hitchock, De Palma, und in einer sehr gelungenen Peep-Show Sequenz sogar Paul Schrader, ergibt sich in Ti Wests Gesamtwerk der Begriff Genre als eine Art Ritual. 

Dieser lose Umgang mit einem narrativen Fundament kommt seinem Film immer dann in die Quere, wenn seine satirische Verballhornung vom Hollywood der 80er sich auf einmal in ernsten, aufklärerischen Gewässern manövriert. Während inden Vorgängern Genre als vorab abgesprochenes Narrativkonstrukt dient und es demnach weniger um das „Was?“ und mehr um das „Wie?“ geht, versucht MaXXXine beide Fragen eher unbeholfen zu beantworten. Gleichzeitig erlaubt der selbstbewusste Umgang mit der eigenen Form, der für ein Referenzwerk wie dieses natürlich Pflicht ist, über weite Strecken einen verspielten Umgang mit der Filmwelt, wenn etwa die Kulisse von Bates Motel als Schauplatz einer Verfolgungsjagd angedeutet, aber letztendlich verhindert wird, anhand der fehlenden Magie dieses Nicht-Ortes, als Kulisse, wie auch durch die Tatsache, dass er außerhalb der Leinwand in Farbe erscheint. Das Hollywood von MaXXXine wirkt instabil, Studiokulissen werden zu verwunschenen Geister-Orten und auch wirkliche Stars existieren nur noch in Legenden. Der Begriff selbst wird vom Film aus subtile Weise dekonstruiert. Zum ersten Mal verfügt Ti West über ein tatsächliches namhaftes Ensemble: Zwei Cops werden von Bobby Cannavale (The Irishman) und Michelle Monaghan (Nanny) gespielt und ein Bühnenstar wie Halsey (A Star is Born) verkörpert Maxines Peep-Show Mitarbeiterin Tabby, allesamt in Auftritten, die mehr wie Vignetten wirken, bei denen vielleicht am ehesten noch Kevin Bacon (Apollo 13) als verruchter Privatdetektiv heraussticht. Bekannte Gesichter, Stars in der Realitätverkommen zu Motiven,, Stars der Vergangenheit wie Bette Davis geben Zitate, genauso wie reelle Serienmörder nur noch als Kulisse dienen. MaXXXine ist aufgrund dieser herausgestellten Künstlichkeit weniger Dekonstruktion noch Verehrung, sondern eher ein blutiger, wenn auch entschleunigter, Rundgang durch die Irrungen und Wirrungen, Impressionen und Paradoxien von Hollywood in einem bestimmten Moment. Frei nach „The Puritan II“-Regisseurin Elizabeth Bender (Elizabeth Debicki, Tenet) ist hier entweder ein „B-Movie mit A-Ideen“ oder eher umgekehrt rausgekommen. Beides hat seine Schwächen aber im Endeffekt deutlich mehr affektive Stärken.

Fazit

Weder Pastiche noch Psychogramm, weder Verehrung noch Verdammung, sowohl entschlacktes Sleazefest als auch eher dezent blutiger Thriller ist „MaXXXine“ ein eher konfuses Anhängsel zweier deutlich mehr in Symbiose stehender Filme. Doch die tonale wie narrative Unbeholfenheit, wie auch Mia Goths erneut explosives Spiel, verhelfen Ti Wests Showbusiness-Horrorparodie zu einer entschleunigten Momentaufnahme bei der weder Auflösung noch brutaler Mord die Schauwerte darstellen, sondern viel mehr die inszenatorische Liebe zum Detail und das gewohnte Spiel mit Motiven der Filmgeschichte.

Kritik: Jakob Jurisch

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