Shoshanna bereitet sich auf die große Kinopremiere vor. Sie trägt ein sagenhaftes Kleid, schminkt sich zu den Klängen von David Bowies "Cat People" und macht sich bereit, um dem Schrecken ein Ende zu setzen und den Kreis ihrer Familie gewissermaßen zu schließen. Hitler, Goebbels, Jannings, Landa, Zoller; sie alle sind da, der Star des Abends aber ist eine geflohene jüdische Tochter aus dem französischen "cow country".
Das Ende des Films, das Ende des Mediums, das Ende der Geschichte von Ed Crane. Die Ruhe findet ein Ziel in sich selbst, das Gefängnis des Lebens wird aufgebrochen und die Seele von Crane freigelassen. Vielleicht fällt ihm das Leben ja so leichter, vielleicht kann er so freier denken und sprechen, vielleicht kann er so lernen zu schätzen, was er zuvor hatte. Ein schöner und trister Film.
Die Szenen relativ am Anfang des Films, in denen Charlie Chaplin die Tücken der Akkordarbeit entlarvt. Großartig, die Momente am Fließband und zwischen den zahllosen Zahnrädern.
Das letzte Kapitel "Von Angesicht zu Angesicht". Immer wieder ein Genuss, was Dialog, Bilder, Ende der Story und David "Bill" Carradine angeht. "Wie seh ich aus?"
Michael Fassbender lauscht seiner Schwester, die in einer eleganten Bar "New York, New York" anstimmt. Angeblich in einem Rutsch mit drei Kameras auf den Protagonisten gleichzeitig gedreht. Unglaublich gefühlvoll, einfach überwältigend. Wie der Film an sich auch.
Bild 2 - "The Man Who Wasn't There" - Entertainment Film Distributors Bild 3 - "Moderne Zeiten" - Janus Films/Criterion Bild 4 - "Kill Bill Vol. 2" - Miramax Films Bild 5 - "Shame" - Fox Searchlight Pictures