In der Tradition klassischen Arbeiterkinos analysiert Mia Meyers gekonnte Mischung aus Familien- und Sozialdrama die Faktoren, die ganz normale Menschen über den nervlichen Rand treiben. Fähige Darsteller*innen und eine stringente Inszenierung, deren subtilere Momente niemals in Kitsch absinken, machen die materielle Last auf einer gebeutelten Familie. Dabei geht es der Regisseurin weniger um Mitleid als um Verständnis der Umstände eines alltäglichen Überlebenskampfes. Dessen Ausgang ist ebenso kompromisslos wie überzeugend, ohne Raum für sentimentale Ausflüchte.
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